Geschichte


Vor über 600 Jahren wurde in Recklinghausen am Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, die Kirchenweihe mit einem Fest begangen, zu dem auch Händler und Kaufleute herbeiströmten. Die "Kirmes" wandelte sich zum Jahrmarkt.


Fahrendes Volk, Gaukler und Spielleute eilten nach Recklinghausen; denn hier im Herzen des Vestes, bereitete sich die Bevolkerung auf den Frühling vor: Für die Ackerbestellung wurden Geräte gekauft, für das Osterfest Stoffe für neue Kleider. Zwei Unterbrechungen erlebte die Palmkirmes in Recklinghausen. Zwischen 1891 und 1935 und zwischen 1939 und 1949. Dann feierten die Recklinghäuser wieder jährlich drei Tage lang in der Innenstadt und auf den Wällen ihr traditionelles Fest.

Die Zunahme des Verkehrs in den 50er Jahren machte eine Verlegung der Palmkirmes notwendig. 1956 fand sie erstmals auf dem Saatbruchgelände statt. 1957 wurde sie auf neun Tage verlängert.

Mit rund einer Million Besucherinnen und Besuchern zählt die Palmkirmes heute zu den meistbesuchten großen Jahrmärkten im Ruhrgebiet und wird in einem Atemzug mit der Cranger Kirmes und der Sterkrader Fronleichnamskirmes genannt.

Über 170 Fahrgeschäfte, Belustigungen, Schießgeschäfte, Ausspielungen, Verkaufsgeschäfte, Imbiss- und Ausschankbetriebe bieten mit fast 2.000 Frontmetern Unterhaltung, Spaß und Anregung für jedes Alter. Und häufig erlebt eine neue Kirmesattraktion ihre Premiere, denn mit der Palmkirmes beginnt die Kirmessaison im Ruhrgebiet.